Ein digitales Zertifikat ist vergleichbar mit einem digitalen Personalausweis, der eine begrenzte Anzahl Angaben zum Inhaber enthält (Identität des Besitzers, der damit verbundene öffentliche Schlüssel, die Gültigkeitsdauer und die Klasse des Zertifikats).
Eine digitale Unterschrift ist das Ergebnis aus der Anwendung eines komplexen mathematischen Algorithmus auf die Angaben, die Sie elektronisch unterzeichnen mit dem Privatschlüssel (Sie sind der Einzige, der diesen Privatschlüssel kennt und besitzt). Das Ergebnis aus diesem Algorithmus (die digitale Unterschrift) wird mit den Angaben an den Empfänger übermittelt.
Dieser Empfänger kann auf der Grundlage der versendeten Angaben und des digitalen Zertifikats (insbesondere des öffentlichen Schlüssels) überprüfen, ob sie tatsächlich vom Versender unterzeichnet wurden und ob die Angaben während des Versendens nicht geändert wurden.
Der Empfänger der Angaben hat dann die Garantie :
- dass der Versender wirklich derjenige ist, der er zu sein behauptet (seine Identität ist bestätigt);
- dass der Versender die Angaben wirklich unterschrieben hat (er kann nicht behaupten, dass er nicht derjenige ist, der die Erklärung versendet hat);
- dass der Inhalt der Angaben, die der Adressat erhalten hat, identisch ist mit denjenigen, die vom Zertifikatsinhaber unterzeichnet und übermittelt worden sind.
PDF Signaturen sind die Anwendung der digitalen Signatur auf das Portable Document Format (PDF). Adobe hat in der PDF Spezifikation die Möglichkeit einer eingebettetet elektronischen Unterschrift vorgesehen. So kann ein Empfänger einer unterschriebenen PDF-Datei mit einem Standard-Adobe Reader die Unterschrift auf Gültigkeit prüfen und auch eindeutig feststellen, ob das Dokument verändert wurde.
Welche Schlüssel und Zertifikate können verwendet werden?
PDF-Signaturen beruhen auf X.509-Zertifikaten. Die privaten Schlüssel des Windows Zertifikat Speichers, CSP unterstützte Smardcards oder nativ unterstützte Karten könnten von Aloaha benutzt werden.
Zur Prüfung der Signatur benötigt der Empfänger den Adobe Reader ab Version 6 oder ein vergleichbares Programm, welches digitale PDF Signaturen überprüfen kann.
Das Signaturgesetz unterscheidet zwischen einfachen, fortgeschrittenen und qualifizierten Signaturen. Die qualifizierte Signatur ist mit wenigen Ausnahmen (wie z.B. im Kreditwesen) genauso gültig wie eine herkömmliche Unterschrift auf dem Papier. Das Signaturgesetz schreibt genau vor, welche Voraussetzungen Signaturanwendungskomponenten für eine qualifizierte Digitale Signatur haben müssen.