Welche PINs existieren auf der Versichertenkarte (eGK) und was bedeuten diese?
Die elektronische Gesundheitskarte besitzt bis zu 3 PINs.
Die erste PIN (auch Karten PIN, PIN.CH oder Card Holder PIN) wird benötigt um die Karte zu autorisieren. Zum Beispiel bei einem Arztbesuch.
Die zweite PIN (auch PIN Home oder Authentifizierungs PIN genannt) wird benötigt um auf den „private Key“ der Authentifizierungs- und Verschlüsslungszertifikate zuzugreifen.
Die dritte PIN (Signatur PIN oder PIN.QES) schützt den „private Key“ des qualifizierten Zertifikates. Das qualifizierte Zertifikat wird benötigt um etwas SigG konform zu signieren. Nicht jede Karte enthält ein qualifiziertes Zertifikat. Bei einigen Versicherern muss dieses nachgeladen werden.
Wie kann ich meine persoenlichen Daten aus der eGK auslesen?
Mit dem Aloaha Smart Card Connector ab Version 2.5.4 können Sie per API auf Ihre Daten zugreifen. Bitte sehen Sie dazu das folgende VBS Script:
set csp = createobject("aloahacsp.aloaha_csp") if csp.set_reader(0)=true then msgbox csp.get_eGK_Data(1) msgbox csp.get_eGK_Data(2) msgbox csp.get_eGK_Data(3) call csp.disconnect
Die neue elektronische Gesundheitskarte hat auf der Vorderseite ein Foto des Versicherten. Neben den bisherigen Stammdaten des Versicherten (Name, Vorname, Geburtsdatum, Anschrift und Krankenkasse) sind auf der Karte Daten zum Zuzahlungsstatus und zum Versichertenstatus gespeichert.
Versicherungsangaben: - ausstellende Krankenkasse und ein Kennzeichen für die zuständige Kassenärztliche Vereinigung - Familienname, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht, Anschrift und - Krankenversichertennummer des Versicherten - Versichertenstatus (z. B. Mitglied, Familienversicherter, Rentner) - Zuzahlungsstatus - Tag des Beginns des Versicherungsschutzes - Datum des Fristablaufs bei befristeter Gültigkeit der Karte - Unterschrift und Foto des Versicherten
Versicherungsschutz in der Europäischen Union: Auf der Rückseite der Karte stehen alle Angaben, die das bisherige Formular E111 für Reisen in Länder der Europäischen Union, das als Versicherungsschutz notwendig war, ersetzen.
Elektronisches Rezept und Logbuch: Im medizinischen Teil der Karte (vergleichbar mit einem Ordner/Verzeichnis auf dem PC) wird es einen Speicherplatz für die Pflichtanwendung elektronisches Rezept geben. Auch die letzten 50 Zugriffe auf die Karte werden in einem Logbuch protokolliert.
Freiwillige Daten: Die folgenden Daten werden nur bei Einwilligung des Patienten auf der Karte bzw. auf Servern (Menge der Daten) gespeichert.
- Dokumentation der verordneten Arzneimittel - Notfallinformationen (z. B. Blutgruppe, Allergien, Dialyse, Asthma) - Gesundheitsinformationen (z. B. aktuelle Diagnosen, Impfungen und Röntgenuntersuchungen) - Elektronische Mitteilungen = elektronische Patientenakte (Arztbriefe, Befunde) - Patientenquittung, welche den Patienten über die vom Arzt erbrachten Leistungen und deren vorläufige Kosten informiert
Grundsätzlich können weitere Anwendungen auf die Karte geladen werden. Auch das geschieht nur bei Einwilligung des Patienten.
Mit der Karte in der Hand haben die Versicherten die Hoheit über ihre Daten. Jeder Versicherte erhält mit der Karte die Möglichkeit, die über ihn gespeicherten Daten einzusehen. Durch die elektronische Gesundheitskarte werden Patienten in Zukunft also mehr wissen als heute und können selbst entscheiden, was mit den Daten auf der Karte geschieht.
Sofern der Patient es sich wuenscht sind wichtige Gesundheitsdaten schnell verfügbar. In vielen Fällen lässt sich dadurch eine qualitativ bessere Behandlung erreichen als bislang. So bietet die Arzneimitteldokumentation einen genauen Überblick über die verordneten Medikamente. Unerwünschte Arzneimittelwirkungen und -unverträglichkeiten lassen sich mit Hilfe dieser Informationen deutlich besser vermeiden als heute.
Welche Vorteile bringt die Karte dem Arzt und andern Leistungserbringern?
Mit der elektronischen Gesundheitskarte erhalten Ärzte einen Gesamtüberblick über die Gesundheitsdaten ihrer Patienten - sofern die Patienten dies wünschen. Dadurch werden Arbeitsprozesse optimiert. Die Nutzung von Arzneimittelinformationssystemen und Fachdatenbanken wird erleichtert und die Zahl teurer Doppeluntersuchungen reduziert.
Die Karte kann als ganz normale Signatkarte benutzt werden. Weiterhin enthaelt die Karte ein authentifizierungs Zertifikat um sich zum Beispiel an Webseiten anmelden zu koennen. Mit dem enthaltenen verschluesselungs Zertifikat koennen sensible Daten auf dem heimischen PC verschlueselt. werden.
Zeigt die Daten Ihrer eGK an. Der Aloaha Smart Card Connector muss installiert sein und die eGK muss im ersten Kartenleser stecken. Stellen Sie weiterhin sicher das Java erlaubt ist indem Sie der Seite http://www.aloaha.com vertrauen.